ONKO-Leitfaden - die App für Onkologen

Erleichterung für den klinischen Alltag: App bündelt praxisrelevante Informationen zum NSCLC

Die neue App „ONKO-Leitfaden“ für onkologisch tätige Ärzte und medizinisches Fachpersonal bietet bei Fragen, die sich im klinischen Alltag stellen, schnelle und gezielte Unterstützung bei der Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC). Sie enthält neben möglichen Therapiealgorithmen einen Überblick über aktuelle Aspekte des Therapieprozesses, Kurzdarstellungen der verfügbaren Wirkstoffe, Informationen zum Nebenwirkungsmanagement und zur Nachsorge. 

 

Zudem können nach Fach-Login aktuelle Video-Expertenstatements abgerufen werden. Die Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit Experten der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) e. V. erarbeitet. Ziel war es, ein Angebot zu schaffen, das eine schnelle Unterstützung im klinischen Alltag bietet und mit aktuellen Entwicklungen Schritt hält. Die App wird im Bereich solider Tumore sukzessive erweitert.

Evidenzbasiert und von Experten geprüft

Wie äußert sich eine immunvermittelte Infusionsreaktion? Und welche Behandlungsoptionen gibt es? Was hat das ASCO Annual Meeting 2018 an Änderungen für die klinische Praxis gebracht? Solche und ähnliche Fragen stellen sich häufig in der täglichen Praxis. Hier bietet die App schnelle Orientierung und informiert über:

  • mögliche Therapiealgorithmen mit zugehörigen Medikamenten und deren Nebenwirkungsmanagement
  • alle wichtigen Aspekte des Therapieprozesses von der Therapieentscheidung bis zur Nachsorge

Zum Service-Teil gehören nützliche Tabellen wie die TNM-Klassifikation oder Prognosescores und Verknüpfungen mit interaktiven Tools, die das therapeutische Vorgehen zusätzlich unterstützen können. Ergänzt wird die App durch Video-Expertenstatements von nationalen und internationalen Kongressen.

Auf dem neusten Stand

Die App startet zunächst mit dem Bereich nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC). „Die Fortschritte in dieser Indikation spiegeln die rasante Entwicklung in der Onkologie wider. In immer kürzerer Zeit werden immer mehr neue Therapien zugelassen, dies hat komplexe Auswirkungen auf unser Vorgehen in der klinischen Praxis. Leitlinien können diese Veränderungen häufig nicht schnell genug abbilden. Daher haben wir einen großen Bedarf an Informationsmöglichkeiten, die flexibel mit dieser Entwicklung Schritt halten können. Zudem finden sich in allen Bereichen der App Verweise auf weiterführende Informationen. Auch das ist im Klinikalltag, wo man meist wenig Zeit hat, selbst zu recherchieren, ein Mehrwert“, erläuterte Lungenkrebs-Experte Prof. Dr. Frank Griesinger vom Pius-Hospital Oldenburg. Er leitet gemeinsam mit Prof. Wolfgang Schütte vom Klinikum Martha-Maria, Halle/S., den Expertenbeirat, der die Erstellung der App konzeptionell und inhaltlich begleitet hat.

Technisch ist die APP auf höchstem Niveau – sie benötigt keine dauerhafte Internetverbindung, die Inhalte sind offline verfügbar und die Aktualisierung erfolgt automatisch im Hintergrund. 

Kostenfrei für Android- und iOS-Smartphones

Die App ist kostenlos und wird für iOS und Android-Smartphones über App Store und Play Store
zur Verfügung gestellt.

Voraussetzung ist ein DockCheck-Login, alternativ besteht die Möglichkeit, sich über die App direkt zu registrieren. Sie kann intuitiv und benutzerfreundlich bedient werden und benötigt keine dauerhafte Internetverbindung, da die Inhalte auch offline verfügbar sind. Da sich die App automatisch im Hintergrund aktualisiert, müssen keine Updates installiert werden.

Erweiterungen geplant

Geplant ist, die App im Bereich solider Tumore sukzessive zu erweitern. Dank der übersichtlichen und klaren Struktur ist dies unkompliziert möglich. Noch 2018 wird die Indikation Harnblasenkarzinom hinzukommen. „Auch in der Therapie dieser Tumorart hat sich erfreulicherweise viel getan, sodass diese mobile Unterstützung sicher bei vielen Kollegen ein ständiger Begleiter in der Kitteltasche werden wird. Da mehrere Krebsarten ‚unter einem Dach‘ eingebunden werden, lassen sich auch Synergien nutzen. Denn zum Teil setzen wir seit neuestem beim Urothelkarzinom ähnliche Substanzen ein wie beim NSCLC“, sagte Prof. Dr. Kurt Miller, Direktor der Urologischen Klinik der Charité Berlin.


Unterstützt wird die App mit einem unrestricted educational grant mehrerer forschender Pharmaunternehmen. Diese haben keinen Einfluss auf die angebotenen Inhalte. Eine Schirmherrschaft durch die Arbeitsgemeinschaften der DKG ist angefragt